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Im Jahre 1979 begann die HPSTA in Thun im Aarefeldschulhaus mit dem Unterricht. Bedingt durch dessen Aufhebung in der Mitte der Neunzigerjahre sind wir nun im Pestalozzischulhaus daheim. Aus Verbundenheit und um der vielen guten Erinnerungen willen bleibt der Name des nun abgebrochenen Schulhauses mit dem unserer Schule weiterhin verbunden. Wer aber sind wir, was sind unsere Anliegen und Ziele? Zur Beantwortung der Frage müssen wir etwas ausholen und Grundsätzliches anführen: Alle Kinder haben die Pflicht, aber auch das Recht, die neun obligatorischen Schuljahre an einer öffentlichen Schule unentgeltlich zu besuchen. Besondere Umstände können dazu führen, dass einzelne Kinder von dieser Pflicht befreit werden, oder dass ihnen das Recht zum Besuch der Schule abgesprochen wird. Diesem gewichtigen Schritt gehen ausgiebige Abklärungen und Gespräche voraus. Das Zusammentreffen von ungünstigen Voraussetzungen kann bei Kindern zu auffälligem, schwierigen Verhalten führen, das durch die Umgebung schwer zu verstehen ist. Im Unterricht stören solche Kinder oder werden sogar als provokativ empfunden. Verstärken sich die Auffälligkeiten, wird die Aufmerksamkeit der Lehrkraft übermässig in Anspruch genommen. Der Unterricht leidet. Häufig zeigen schwierige Kinder auch unausgeglichene oder schlechte Leistungen, hohe Ermüdbarkeit, schlechte Konzentration und wenig Ausdauer. Ihre Schulmotivation zerbröckelt. Da schwer verhaltensauffällige Kinder nicht in der Kleinklasse B aufgenommen werden können, drängt sich eine andere Schullösung auf. Auf der Erziehungsberatung oder beim Kinderpsychiatrischen Dienst werden mit den Eltern die wenigen Möglichkeiten besprochen. Einer kleinen Anzahl SchülerInnen kann angeboten werden, mit dem Besuch der HPSTA trotz der Schwierigkeiten den Unterricht von Zuhause aus in einem öffentlichen Schulhaus zu besuchen. Ein wichtiger Teil des Schulkonzepts ist es, dass die SchülerInnen der HPSTA den Unterricht wie alle andern Kinder in einem öffentlichen Schulhaus besuchen. Ziel der Schule ist es, die Kinder anzuleiten, das konfliktbeladene Verhalten besser zu kontrollieren und zu verändern, damit die Akzeptanz zunimmt und längerfristig eine schrittweise Rückkehr in die Regelklasse oder in die Kleinklasse möglich wird. SchülerInnen, die den Unterricht in der HPSTA bis zum Abschluss der neunten Klasse besuchen, beginnen anschliessend eine Lehre, eine Anlehre oder besuchen das zehnte Schuljahr. Der Inhalte und Anforderungen des Unterrichtes orientieren sich am Lehrplan, richten sich aber auch nach den individuellen Möglichkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Text: Hansruedi Steiner, Klassenlehrer |